Imagination

Hinaussegeln mit Anne Bennent: "Ich bin der Wind" im Hamakom

Schauspielerisches Kleinod: Anne Bennent und Jakob Schneider vollführen mit Jon Fosses Stück ein Zwiegespräch auf Messers Schneide.

Marcel Köhler
Marcel Köhler

Es gibt nicht viele Texte über den Selbstmord, die gravitätisch und unpathetisch zugleich sind. Auf Jon Fosses Theaterstück Ich bin der Wind (Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel) trifft genau das aber zu. Der norwegische Seelenschürfer – der Größte seit dem bürgerlich-mystischen Henrik Ibsen, wie es oft heißt – schickt darin zwei Personen (den Einen und den Anderen) in einem Segelschiff aufs Meer hinaus. Bemerkenswert daran ist, dass bereits der Autor diese Handlung nicht als real, sondern als Imagination intendiert. Niemand muss hier also ein Boot auftakeln; was zählt, ist die Idee, die Situation, die Atmosphäre.

Ich stimme der Verwendung von Cookies für die Zwecke der Webanalyse und digitaler Werbemaßnahmen zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Meine Einwilligung kann ich hier widerrufen. Weitere Informationen finde ich in der Datenschutzerklärung.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später erneut.

Abo ohne Daten-Zustimmung

Mit einem derStandard.at PUR-Abo kann die gesamte Website ohne zustimmungspflichtige Cookies und ohne Werbung genutzt werden. Details zum Abo.

PUR-Abo