Frankreich

Der rätselhafte "Emir der Republik" in Frankreich

Bei der Lokalwahl könnte erstmals ein Kandidat Bürgermeister werden, dem Nähe zum Islamismus nachgesagt wird. Lokalaugenschein in der tiefsten Pariser Banlieue

Foto: @Picstech
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Auf dem Markt Rond-Point sprechen alle von ihm, aber gesehen hat ihn niemand. Es ist Samstagmorgen in Garges-lès-Gonesse, alle Kandidaten verteilen Flugblätter und umwerben die Passanten. Alle außer Samy Debah. Der Kandidat ohne Etikett prangt nur von den Wahlplakaten – mit Anzug und Krawatte, kurz gestutztem, graumeliertem Bart und dem Versprechen eines "echten Wandels". Mehr nicht. Keine Parteibezeichnung, kein konkreter Programminhalt. Ist Debah ein Islamist? So bezeichnet ihn sein Wahlgegner von 2017, der Sozialist François Pupponi, in einem neuen Buch namens "Die Emirate der Republik". Darin behauptet der ehemalige Bürgermeister von Sarcelles, einem Nachbarort von Garges-lès-Gonesse, Debah sei einer dieser Emire und praktiziere die "Taqiya", die Verschleierung. Sie sei den Salafisten ein Gebot, um Ungläubige irrezuführen.

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