Atomkraft

Französischer Vorzeigeatomreaktor wird zum Milliardengrab

Der Reaktor muss schon vor Inbetriebnahme repariert werden. Das Baudebakel gefährdet die Energiepolitik des Atomlandes

Foto: AFP / Charly Triballeau
Foto: AFP / Charly Triballeau

Es sind nur ein paar Schweißnähte – aber sie bedrohen den ganzen Nuklearkurs eines Landes, dessen Strom zu fast drei Vierteln aus Kernenergie stammt. Die französische Atomsicherheitsbehörde ASN hatte am Donnerstag verkündigt, dass acht längere Nähte in der Stahlhülle des neuen Druckwasserreaktors (EPR) in Flamanville (Normandie) undicht seien und neu geschweißt werden müssen. Zur Ausbesserung muss wahrscheinlich eine zweite Sicherheitshülle aus teils meterdickem Beton abgetragen werden. Für diese Arbeiten fehlt aber das Fachpersonal, denn Frankreich hat seit zwanzig Jahren keine Atommeiler mehr gebaut.

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